ZAMG Wetterwarnung

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WASTL

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Warnstufenliste für Niederösterreich

Internist Dr. Harald Greiner

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Facharzt für Innere Medizin

Land - KFZ Technik Hackner

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Spezialist für alle Reparaturen und alle Marken

  • Wussten Sie, dass es rigoros vorbereitete Einsatzpläne für den Hochwasserfall in Berndorf gibt?
  • Wussten Sie, dass man den Pegelstand der Triesting online abfragen kann?
  • Wussten Sie, dass sie die Arbeit der Feuerwehr wesentlich erleichtern können, wenn sie grundlegende Dinge beachten?

Die Freiwillige Feuerwehr Berndorf Stadt hat in den letzen Jahren in Sachen Hochwasser sehr viel dazugelernt. Nach den starken Hochwässern in den Jahren 1992 und 1997 wurde durch Initiativen der Stadtgemeinde und erfahrenen Mitgliedern der Feuerwehr viel verändert und verbessert. Auch die Einwohner in den gefährdeten Gebieten haben sich bereits bestens an die Situation entlang der Triesting angepasst.

Für den Fall, dass die Triesting ansteigt, wird je nach Pegelstand in Fahrafeld ein vorgeschriebener Alarmierungsplan mit verschiedenen Stufen ausgeführt. Dies beginnt mit einer Vorinformation über die Wetterlage, steigert sich mit Besichtigungen durch übergeordnete Stellen (Abschnittsfeuerwehrkommando), bis hin zur Alarmierung der Feuerwehr. Selbst an dieser Stelle besteht noch keine zwingende Gefahr, es sollte jedoch mit den Vorbereitungsarbeiten begonnen werden, um im Notfall rasch reagieren zu können.

So gehen wir vor:

Im Feuerwehrhaus wird eine Einsatzleitstelle errichtet. Ab diesem Zeitpunkt sind wir unter 02672/83004 sicher erreichbar. Das Feuerwehrhaus selbst wird mittels Hochwasserschutzverbau gesichert, alle Fahrzeuge rücken aus. Werkzeuge wie Schaufeln, Krampen etc. werden bereitgestellt. Währenddessen erfolgt eine telefonische Information alle Einwohner von gefährdeten Bauwerken (z.B. Alexanderstraße, Gartengasse etc.). Falls Sie selbst in einem extrem gefährdeten Gebiet wohnen, sollten sie darauf achten, dass bei Änderung ihrer Telefonnummer, diese auch der Feuerwehr bekannt ist. Alle freien Kräfte beginnen nun mit der Sicherung der Öffentlichen Gebäude (Schulen, Theater, Ämter etc. im Gefahrenbereich).
Sollte sich für Sie in dieser Zeit ein Problem ergeben, wenden Sie sich einfach an uns. Wir haben ein offenes Ohr.

Um trotz der Routine, die die meisten Einwohner bereits haben, die Übersicht nicht zu verlieren, haben wir nachstehend einige Informationen zusammengestellt. (Quelle: Zivilschutzverband Österreich)

Umgang mit Prognosen

Grundsätzlich ist der Hochwassernachrichtendienst in den Bundesländern Österreichs seit Jahren bestens organisiert. Die Prognosen der Hydrographischen Landesdienste werden im Hochwasserfall laufend erstellt und nach einem festgelegten System bis hin zu den Gemeinden verbreitet.

Hochwasserwarnungen sind Sache des Hydrologischen Dienstes:

Die Grundlage, die früher zur Hochwasserwarnung führte, war Erfahrung. Natürlich hat man auch die Aussagen des Wetterdienstes in den Entscheidungsprozeß miteinbezogen, aber eher als unsicher eingestuft.
Heute werden im hydrologischen Dienst in zunehmendem Maß Computermodelle eingesetzt, die auf Grund gemessener und bekannter Größen die zu erwartenden Pegelstände objektiv errechnen und darstellen. Es ist das Ziel der Hydrologen und Meteorologen, mit Hilfe von Computerprognose- und Wetterrechenmodellen die Vorwarnzeit zu vergrößern.
Die Fortschritte der Wissenschaft haben es in den letzten Jahren mit sich gebracht, dass die Prognosen der Niederschlagsmengen für 24 Stunden brauchbar geworden sind.
Meteorologische und hydrologische Modelle sind die objektive Grundlage für eine Hochwasserwarnung. Die Tatsächliche Warnung erfolgt jedoch nicht automatisch, sondern durch Menschen.

Wie Sie sich auf einen Ernstfall am Besten vorbereiten

Abhängig vom Ausmaß einer Hochwasserkatastrophe kann die Bedrohung für jeden Einzelnen sehr unterschiedlich sein. Überlegen Sie sich, welche Sachen im Notfall für Ihre Sicherheit benötigt werden, wie zum Beispiel:

  • Taschenlampen, Kerzen, andere Ersatzbeleuchtung, ggf. Notstromaggregat
  • Gas-, Camping- und andere Ersatzkocher
  • Ersatzheizung - Radiatoren, Heißluftgebläse oder Gasstrahler
  • Radio, Telefon und CB-Funk (Kommunikationsmittel im Hochwasserfall)
  • Feuerzeug und Streichhölzer, Dosenöffner etc.
  • Korb mit Kordel oder andere Versorgungsbehälter
  • Leiter oder Strickleiter
  • Eiserne Ration und Notwasservorrat
  • Gummistiefel in ausreichender Anzahl
  • Wathose, auch Anglerhose genannt
  • Schwimmweste
  • Gummi- und Arbeitshandschuhe
  • Hausapotheke/Erste-Hilfe-Kasten
  • Hautschutzcreme
  • Material zum Hochbocken/Hochlagern
  • Behälter für schützenswerte Gegenstände
  • Isolier- Klebeband, Draht, Bindfaden, Leinen und Seile
  • Hand-Werkzeug und Kleinmaterial
  • Kunststofffolien und Abdeckplanen
  • Pumpen und Zubehör
  • Pumpenschläuche und Zubehör
  • Wasserschläuche und Zubehör zum beseitigen der Verunreinigungen nach dem Hochwasser
  • Kanaldichtungen
  • Elektrokabel und Verlängerungskabel
  • Zusätzliche Beleuchtung
  • Schrubber, Wasserschieber, Eimer, Aufnehmer, Lappen etc.
  • Trockengeräte – Entfeuchter (Diese Geräte werden von Firmen verliehen.)

 Was sollten Sie schon heute tun?

  • Gefahren mit der Familie diskutieren
  • Verhaltensregeln festlegen, Kommunikation ist erforderlich
  • Wo ist wer, zu welchem Zeitpunkt?
  • Aufgaben in der Familie verteilen, wer macht was?
  • Denken Sie an die Möglichkeit, dass nicht jedes Familienmitglied zu Hause ist. Vor allem mit Kindern sollte abgeklärt sein, wo sie hingehen sollen. Vielleicht ist der kürzere und ungefährlichere Weg der zu Verwandten oder Freunden
  • Generell sollte überlegt werden, wohin, wenn das Haus verlassen werden muss? (eine Evakuierung kann angeordnet werden)
  • Kann ein Gebäude in den Einwirkungsbereich eines Hochwassers kommen sind besondere Maßnahmen notwendig
  • Besteht die Möglichkeit, dass Wasser ins Gebäude eindringt, nur geeignete Baustoffe und Materialien verwenden
  • Kinder auf besondere Gefahren bei Hochwasser und Überflutungen aufmerksam machen (Aufsichtspflicht)
  • Im Eigenbereich überprüfen, ob bauliche Maßnahmen für den Nachbarn eine Erhöhung der Gefahr hervorrufen können (z.B. Stützmauer, Biotop, usw.)
  • Die Trinkwasserversorgung kann bei Überflutungen gefährdet sein
  • Auch für Haustiere oder Vieh auf landwirtschaftlichen Anwesen soll Vorsorge getroffen werden (Unterbringungsmöglichkeiten erheben, Futtervorräte sichern)
  • Werden gefährliche Stoffe (Kunstdünger, Treibstoff, usw.) verwendet, die rechtzeitig in Sicherheit gebracht werden müssen? (Umweltgefährdung)
  • Gibt es Tanks (Heizöl, Diesel usw.) die gegen Aufschwimmen gesichert werden müssen. Austretendes Öl kann sonst erheblichen Schaden verursachen
  • Nachbarschaftshilfe organisieren – Wer hilft wem?
  • Kontakt und Informationsaustausch mit dem Nachbarn erleichtert den Nachrichtenfluss, da das Hochwasser z.B. die Telefonleitung lahm legen kann
  • Regelmäßige Reinigung von Kanalzu- und -abläufen durchführen
  • Kennzeichnung von Eigentum (z.B. Nutztiere, wenn sie rasch aus der Gefahrenzone gebracht werden müssen)
  • Selbstschutzmaßnahmen in Betrieben organisieren (in der Arbeitszeit, außerhalb der Arbeitszeit)
  • Notgepäck und Dokumente für ein eventuell notwendiges Verlassen des Hauses vorbereiten
  • Die Möglichkeit sondieren, ein Notquartier bei Verwandten, Freunden beziehen zu können
  • Wo sind die Hauptschalter für Wasser, Strom, Heizung, Gas, Öl etc.? Sollte jedes Familienmitglied wissen
  • Besser einmal zuviel vorbereitet, als einmal zu wenig!

Auch wenn es nicht in der Macht des Menschen liegt, Naturkatastrophen zu verhindern, können Schutzvorkehrungen viel bewirken. Dabei ist es notwendig, die Schutzmaßnahmen der Behörden und Hilfskräfte durch geeignete Selbstschutzmaßnahmen zu ergänzen. Dadurch kann ein Schaden verringert und die persönliche Sicherheit wesentlich erhöht werden.

Letzte Vorbereitung - "Wenn es ernst wird"

Damit die notwendigen Tätigkeiten rechtzeitig erledigt werden können, ist eine ausreichende Zeitspanne notwendig. Daher Hochwasserwarnung ernst nehmen. Durch Beachtung einiger Punkte kann wertvolle Zeit gewonnen werden.

  • Jedes Hochwasser verläuft anders! Keine Rückschlüsse aus alten Ereignissen ziehen! Keinen selbsternannten Prognostikern glauben
  • Wetterlage verfolgen
  • Radio- und Fernsehmeldungen beachten. Lautsprecherdurchsagen verfolgen. Laufend informieren, wie sich die Situation weiter entwickelt
  • Um rechtzeitig die eigenen Selbstschutzmaßnahmen anzuwenden, auf beginnenden Stegbau, Aktivieren von Hochwasserschutzeinrichtungen usw.) achten
  • Anweisungen der Behörde beachten!
  • Auf Sirenensignale achten. (In Berndorf heulen die Sirenen bei Hochwasseralarm wie bei Brandalarm)
  • Behördlich angeordnete Maßnahmen umsetzen
  • Nutztiere aus der Gefahrenzone bringen
  • Tanks durch Befüllen oder durch geeignete Halterungen gegen Aufschwimmen sichern. Öffnungen verschließen. Technische Einrichtungen eventuell abmontieren
  • Gegenstände, die durch den Strömungsdruck mitgerissen werden können, entfernen oder sichern
  • Bei ausreichender Gebäudestandsicherheit Abdichtungsmaßnahmen oder Flutung des Kellers vorbereiten und aktivieren
  • Gefährdung durch aufgestautes Treibgut beachten
  • Bei Gefährdung Fahrzeuge aus der Garage / Abstellplatz in Sicherheit bringen
  • Nachbarschaftshilfe organisieren und durchführen. Nichtbetroffene sollen Betroffenen unaufgefordert helfen
  • Gegenstände, die nicht nass werden dürfen, aus dem Keller räumen
  • Haupthähne und Schalter für Gas, Wasser, Strom abdrehen! (Achtung: Tiefkühltruhe)
  • Für ein Verlassen des Gebäudes ein Notgepäck griffbereit halten
  • Straßen, Wege können überflutet sein (Sinnhaftigkeit von Ausfahrten überprüfen), Gefahr erkennen - Aquaplaning, Treibgut, Steinschlag, usw.; als sicher angesehene Verkehrswege können Lebensgefahr bedeuten
  • Um Personenschäden zu vermeiden, auf Eigensicherheit achten. Die Gewalt des Wasser nicht unterschätzen
  • Bei Hochwasserereignissen kommt es durch falsches Verhalten (Neugier, Selbstüberschätzung, Leichtsinn, Unwissenheit usw.) der Menschen, immer wieder zu Behinderungen der Hilfskräfte aber auch zu tragischen Unfällen. Durch richtiges Verhalten könnten viele dieser Behinderungen und Unfälle vermieden werden

Nach dem Hochwasser ist Aufräumen angesagt

  • Mit den Aufräumungsarbeiten rasch beginnen. Durch Tierkadaver entsteht sonst Seuchengefahr. Auch wird der abgelagerte Schlamm hart und kann dann nur mit erheblichem Kraftaufwand entfernt werden
  • Erst mit dem Auspumpen des Kellers beginnen, wenn sichergestellt ist, dass dadurch kein zusätzlicher Gebäudeschaden entstehen kann
  • Wenn notwendig, Hausbrunnen entkeimen und Wassergüte überprüfen lassen (Vorschriften beachten)
  • Da das Trinkwasser verschmutzt sein könnte, ist ein Wasservorrat immer günstig
  • Vorsicht beim Öffnen von Garagen- und Hallentoren
  • Wegen möglicher Entschädigungszahlungen wenden Sie sich an ihre Gemeinde
  • Um Schimmelpilzbefall zu verhindern, ist ein rasches und ausreichendes Trocknen des Mauerwerks durch geeignete Maßnahmen sicherzustellen
  • Fahrzeuge, die nicht rechtzeitig aus der Gefahrenzone gebracht werden, verursachen erhebliche Probleme bei Hilfseinsätzen aber auch für die Umwelt

Auto und Wasser

  • Fahrzeuge aus der Garage in Sicherheit bringen (eher zu früh als zu spät)
  • Fahrzeuge, die im Freien abgestellt sind, aus der Gefahrenzone (See, Fluss, bereits überflutete Strassen) bringen
  • Achtung Urlauber! Auch an Ihrem Ferienort kann es unvermutet zu kritischen Ereignissen kommen. Prüfen Sie die Situation, ehe Sie Ihr abgestelltes Fahrzeug für mehrere Stunden verlassen
  • "Tasten" Sie sich langsam vor (auch Schrittgeschwindigkeit kann zu schnell sein); dringt Wasser in den Motorraum, droht ein kapitaler Schaden
  • Nach längeren Fahrten den Motor abstellen, damit der Katalysator abkühlt, ehe Sie durch das Wasser fahren. Die Temperatur des Kat liegt bei etwa 700 Grad, wird er plötzlich abgekühlt, kann der Keramikkopf springen
  • Stand das Kfz bis zur Ölwanne oder gar über die Räder hinaus im Wasser, Motor nicht mehr starten! In die nächste Werkstätte zur Überprüfung schleppen (Bremsflüssigkeit und Öl wechseln etc.)

Weitere Informationen

Zivilschutzverband

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