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 Das sollten Sie wissen

Durchschnittlich 1-2 mal pro Jahr rückt die FF Berndorf zu einem Fahrzeugbrand aus. Die Brandursachen sind dabei unterschiedlichster Art: Meist handelt es sich um technische Defekte im Bereich Fahrzeugelektrik oder undichter Leitungen. Es gibt jedoch auch Fälle, in denen die Brandursache fahrlässige Lagerung von brand- bzw. explosionsgefährlichen Stoffen im Fahrzeuginneren ist. So geschehen im Sommer 2006: Ein Kleinbusfahrer hatte Werbefeuerzeuge in seinem PKW gelagert, die in der Mittagshitze explodierten. Ein zufällig vorbeikommender Feuerwehrkamerad dämmte den Brand mit seinem privaten 2-kg-Feuerlöscher ein. Die Feuerwehr konnte später den Brand löschen und das Fahrzeug retten.

Fallzahlen rückläufig

[Quelle: Polizei Rheinland-Pfalz]

Die Zahlen der Fahrzeugbrände sind in den letzten Jahren rückläufig. Die Ursachen hierfür sind einerseits systembedingt (Umstellung der Gemischaufbereitung von Vergaser- zu Einspritzanlagen mit verbesserter Auslegung der Kraftstoffleitungen), andererseits wird die Industrie durch Verschärfung der gesetzlichen Vorgaben zu einem verbesserten konstruktiven Brandschutz gezwungen (Beispiele: Dichtigkeitsprüfung der Kraftstoffleitungen, Innenraummaterialien; Feuertest Kunststofftanks)

Ursachen

Auslöser für Fahrzeugbrände sind heute meist technische Defekte:

Diese Brandgefahren sind vielfach auf Wartungsmängel zurückzuführen und somit vermeidbar. Die Statistik spricht hier eine deutliche Sprache: 2/3 aller Fahrzeugbrände entstanden an Fahrzeugen, die älter als 6 Jahre waren (Quelle: Allianz Versicherung).

Gefahren

Die aus Filmen bekannten spektakulären Bilder explodierender Fahrzeuge entstehen nur durch viel Brandbeschleuniger und Sprengstoff. Sie gehören in Hollywoods Märchenwelt, nicht jedoch in der Realität. Dennoch haben sie sich fest in die Köpfe der Menschen eingeprägt, mit der Folge, dass sich kaum jemand noch an ein brennendes Fahrzeug herantraut, um die Insassen zu retten.

Hierzu muss betont werden: Brennende Autos explodieren nicht!

Nach geraumer Zeit kann höchstens der Tankinhalt – zumeist aus dem Bereich des Tankstutzens – stichflammenartig verpuffen. Das Knallen kommt ggf. von zerplatzenden Reifen und ist – zumindest bei PKW-Größen – weitgehend ungefährlich. Auch steht ein Auto – sofern nicht unfallbedingt der ganze Tank völlig zerrissen wird – nicht sofort in Flammen. Das Feuer entsteht regelmäßig, ob nach einem Unfall oder während der Fahrt, im Motorraum und breitet sich langsam aus; gerade bei Bränden mit technischer Ursache ist eine Blitzausbreitung auszuschließen. Wie bei den meisten Schadensfeuern, so geht auch bei Fahrzeugbränden die Hauptgefahr nicht von der Hitze, sondern von den toxischen Gasen aus, die in den Innenraum gelangen.

Handlungshinweise

Vorbeugen


Brandfall

Tipps

Erhebung: Nur jeder fünfte Pkw ist mit einem Feuerlöscher ausgestattet [Quelle: ÖAMTC]

In nur knapp 20 Prozent aller Pkw wird ein Feuerlöscher mitgeführt. Das zeigte eine Erhebung bei knapp 3.000 Autos an ÖAMTC - Stützpunkten österreichweit.

Für 40 Prozent aller Pkw-Lenker ohne Feuerlöscher spricht grundsätzlich nichts gegen das Mitführen eines solchen im Auto. Das ergab eine parallel durchgeführte, repräsentative Telefonumfrage des ÖAMTC (Spectra) unter 726 österreichischen Autofahrern.

Wer keinen Feuerlöscher an Bord hat, der begründet das in erster Linie mit mangelndem Platz (22 Prozent) und fehlenden Befestigungsmöglichkeiten (21 Prozent) im Auto. Ein unbefestigter Feuerlöscher könne bei einer Notbremsung durch das Auto fliegen, so ein häufiges Argument. "Durch geeignete Einbaumaßnahmen seitens der Automobilindustrie könnten wesentlich mehr Fahrzeuge mit Feuerlöscher ausgerüstet sein. Die Kosten für Anschaffung und Überprüfung sind zwar auch ein Grund (14 Prozent), aber deutlich weniger wichtig", so die Schlussfolgerung von Mario Rohracher, Chef der ÖAMTC - Interessensvertretung.

In Zukunft anzustreben - Fazit der Feuerwehr:

Fahrzeuge sind teilweise heute schon mit Crash-Systemen ausgestattet, die die Strom- bzw. Treibstoffzufuhr automatisch unterbrechen. In Zukunft sollten Fahrzeuge nicht nur mit solchen Systemen serienmäßig ausgestattet sein, sondern auch ohne Ausnahme einen 2-kg-Norm-Pulverlöscher mitführen. Die Autoindustrie sollte diesbezüglich auch ihre Schritte tun, da es momentan nicht die geeigneten Einbaumöglichkeiten, Halterungen bzw. Löschsysteme gibt. Automatische Löschanlagen wären in Verbindung mit Temperatursensoren, ähnlich wie bei LKW (Zwillingsreifen) denkbar. Nicht allzu viel Platz benötigt im Auto eine Löschdecke, die im Brandfall das Feuer ersticken kann.
Feuerlöscher für Ihr Fahrzeug bekommen Sie im Fachhandel, oder in Baumärkten. Beachten Sie jedoch, dass Sie nur Qualitätsprodukte kaufen, denn was haben Sie davon, wenn im Ernstfall der Feuerlöscher seinen Dienst versagt.